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Erbkrankheiten

Hirnhautentzündung beim Petit und Grand Basset Griffon Vendéen

Ein gesunder Hund, ist doch das Schönste,was es gibt. Fröhlich geht er mit uns durch sein Leben. Um einen solchen Gefährten zu haben, muss man einige Dinge berücksichtigen. 

Schon bei der Wahl des Züchters sollte man die Augen aufhalten. Hier im Wahrsten Sinnes des Wortes. Leider sind auch unsere Rassen nicht frei von erblichen Erkrankungen.

steril-eitrige Meningitis-Arteriitis

 

Die steril-eitrige Meningitis-Arteriitis, auch bekannt unter den Namen „SRMA“ = „Steroid Responsive Meningitis-Arteriitis“, „Canine Juvenile Polyarteriitis Syndrome“, „Beagle Pain Syndrome“, ist eine Form der Hirnhautentzündung bei Hunden, die nicht durch Viren oder Bakterien verursacht wird. SRMA ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift die Hirn- und Rückemmarkshäute an, was zu einer Entzündung führt. Es kann auch die Arterien befallen werden.

Diese ist leider auch beim Petit Basset Griffon Vendeen zu beobachten.
 

Die Erkrankung zeigt sich häufig im Jugendalter. Sie tritt gehäuft zwischen dem vierten und siebten Monat und zwischen dem sechzehnten und zwanzigsten Monat auf.

Die Erscheinungsform ist meistens akut. Anzeichen hierfür sind eine eingeschränkte Beweglichkeit des Halses (bis zur Steifheit) und starke Schmerzhaftigkeit (teilweise im gesamten Rückenbereich) und bei schwerem (chronischen) Verlauf auch Lähmungen der Vorderhand. Dazu kommt hohes Fieber und Apathie. Es kann aber auch zu einem chronischen Verlauf kommen.

Es kam allen Rassen treffen, verstärkt zeigt sie sich auch beim Beagle (daher auch Beagle Pain Syndrom), Berner Sennhund, Boxer und Akita. Bei den betroffenen Hunden wurden enge verwandtschaftliche Beziehungen nachgewiesen. (Quellen: „Transforming Growth Factor-β1 (TGF-β1) bei steril-eitriger Meningitis-Arteriitis (SRMA) des Hundes“, I N A U G U R AL - D I S S E R T A T I O N Zur Erlangung des Grades einer Doktorin der Veterinärmedizin, (Dr. med. vet.), durch die Tierärztliche Hochschule Hannover, Vorgelegt von Meike Bammert aus Melle, Hannover 2001 und „Antineutrophile zytoplasmatische Antikörper (ANCA) bei steril-eitriger Meningitis-Arteriitis (SRMA) des Hundes“, INAUGURAL-DISSERTATION Zur Erlangung des Grades einer Doktorin der Veterinärmedizin (Dr. med. vet.) durch die Tierärztliche Hochschule Hannover Vorgelegt von Elisabeth Albers aus Bad Laer, Hannover 2001).

In beiden Dissertationen wurden auch Petit Basset Griffon Vendeen mit SRMA untersucht.

Eine grundsätzliche Ursache ist für das Auftreten der Erkrankung noch nicht bekannt. Es gibt aber auch Vermutungen, dass diese Erkrankung erblich bedingt sein kann (die durch die genannten Studien gestützt werden) und durch verschiedene Auslöser (Erkrankung, Impfung, großer Stress) zum Ausbruch kommt. In der Tierärztlichen Hochschule Cambridge wurde dazu eine Studie über die genetische Disposition bei Nova Scotia Duck Tolling Retrievern durchgeführt.

Die Diagnose erfolgt neben der Blutuntersuchung auch eine Liquorentnahme.

Die Behandlung erfolgt im Allgemeinen durch eine Langzeit- (mind. Sechs Monate) Therapie mit Cortisonpräparaten (z.B. Prednisolon).

Die Prognosen sind unterschiedlich. Junge Hunde haben bei frühzeitiger Erkennung und Therapie gute Heilungschancen. Meist heilt die Erkrankung bis zum zweiten Lebensjahr aus.

Bei älteren erkrankten Tieren kann es sein, dass das Cortison lebenslang eingenommen werden muss.

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